GUT ZU WISSEN

Wir haben
Landesweite Beachtung

Die Tageszeitung hat bereits vier Mal über das zerstörerische Bauvorhaben berichtet.  >> ZUR PRESSEMITTEILUNG <<
Auch das Fernsehen war zwei Tage in Undenheim und hat landesweit berichtet. Der Fernsehbeitrag ist auch im Internet zu sehen:

>> Hier geht es zum Video!

Was haben wir bisher erreicht?

Die Öffentlichkeit hat von dem konkreten Projekt erst durch die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung vom 23.07.2020 bis 24.08.2020 erfahren. Sehr schnell haben sich Bürgerinnen und Bürger aus Undenheim getroffen, diskutiert und letztendlich eine Bürgerinitiative gegründet. Eine der ersten Aufgaben bestand in der breiten Information der Einwohnerinnen und Einwohner durch einen Flyer. Eine Unterschriftenaktion, teils durch persönliche Kontakte, teils online, wurde ins Leben gerufen.                                                    https://www.openpetition.de/petition/online/undenheims-alter-ortskern-wird-zerstoert-jetzt-stoppen                      Die überwältigende Mehrheit der Undenheimerinnen und Undenheimer spricht sich gegen die momentan geplante Bebauung. Der Plan der Gemeindeverwaltung, das still und heimlich über die Bühne zu bekommen, ist gescheitert!

Für das Bauvorhaben existiert ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag. Diesen Fachbeitrag haben wir von promovierten Experten prüfen lassen. Erstes Fazit: MANGELHAFT! Die Experten sagen, dass dieser Fachbeitrag in keinster Weise geeignet ist, die vorhandene Pflanzen- und Tierwelt zu beurteilen. Diese Beurteilung hat die Bürgerinitiative ihrer Stellungnahme im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung an die Verbandsgemeinde nachgereicht. 
Wir hatten Erfolg!!!
                                                                                                                                                   
Die Untere Naturschutzbehörde, Kreisverwaltung Mainz-Bingen, hat die Überarbeitung des vorhandenen Artenschutzgutachtens gefordert. Im vorliegenden Gutachten konnte der Tier- und Baumbestand aufgrund des späten Kartierungszeitraumes nicht ausreichend und sorgfältig untersucht werden. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.01.2021 einstimmig das Büro Viriditas mit den gutachterlichen Leistungen zur Erstellung eines Artenschutzgutachtens beauftragt. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von Februar - Oktober 2021.

In Undenheim hieß es bislang: „Da kann nichts mehr gemacht werden“. Komplett falsch: Das Verfahren ist offen, derzeit werden die eingegangenen Stellungnahmen gesichtet und dann zur Prüfung dem Gemeinderat vorgelegt.


Nach dem das Artenschutzgutachten neu erstellt werden muss, werden vermutlich die Stellungnahmen der Privatpersonen und der Behörden erst Ende 2021/Anfang 2022 dem Gemeinderat vorgelegt. Danach folgt eine weitere Öffentlichkeitsbeteiligung.

Ein Bebauungsplanverfahren ist ein bürokratischer Alptraum. Anfragen der Bürgerinitiative an die Verbandsgemeinde und Gemeindeverwaltung werden oft auf die lange Bank geschoben. Um auf rechtlichem Weg mehr Druck ausüben zu können, haben wir im September 2020 einen erfahrenen Fachanwalt verpflichtet, Herrn Wolfgang Baur aus Mainz. Anfang Oktober besprachen wir bei einem gemeinsamen Ortstermin das weitere Vorgehen. Unsere Stellungnahmen und Argumente wurden zusammengefasst und am 19.11.2020 von unserem Anwalt an die Ortsgemeinde und die VG Rhein-Selz geschickt. Eine Antwort darauf haben wir nicht erhalten. Leider konnten wir bis jetzt auch nicht die Begehung des gemeindeeigenen Weges auf dem Bebauungsgrundstück noch die Einsichtnahme in den Städtebaulichen Vertrag erreichen. Die Finanzierung des Anwaltsbüros ist noch über Spenden abgedeckt. Am 11.01.2021 gründeten wir den gemeinnützigen Verein "Bürgerinitiative Alter Ortskern", der am 20.01.2021 vom Finanzamt anerkannt wurde.


Jede noch so kleine Spende hilft uns sehr und bringt Undenheim weiter.

Konto: Annette Kröhler BI Alter Ortskern DE40 5505 0120 1200 2760 36  Kennwort: Spende                               

Eine Spendenbescheinigung kann auf Wunsch ausgestellt werden.

Gemeinsam mehr erreichen. Unterstützen Sie uns!

Die Sachlage

Eine Privatgrundstück, in direkter Nachbarschaft zur historischen Wehrkirche im alten Ortskern, soll komplett bebaut werden. 
 

Mit 5 Wohneinheiten (DHH/RMH) direkt an der Storchengasse sowie zwei Einfamilienhäusern im hinteren Teil des Grundstückes.  >> ENTWURF STORCHENGASSE <<


Baurecht für dieses Grundstück besteht bereits seit 1992. Allerdings ist es bislang nur möglich, eine kleinere Fläche dieses Grundstück zu bebauen. Diese bebaubare Fläche wird zudem durch einen Weg weiter eingeschränkt, der der Gemeinde Undenheim gehört.

Neuer Text Am 19.02.2018 hat der Gemeinderat mit Zustimmung aller Fraktionen (BfU, SPD, WLU, CDU)  den bestehenden Bebauungsplan verändert. Das Ziel des Aufstellungsbeschlusses war für den Gemeinderat "die Erweiterung der vorhandenen überbaubaren Grundstücksfläche im Sinne der Innenentwicklung und die Planung von Parkflächen für den Friedhof der Ortsgemeinde". Die von der Undenheimer Bevölkerung gewählten Vertreterinnen und Vertreter glaubten, der Ortsgemeinde etwas Gutes zu tun. Sie haben jedoch die Tragweite und die Probleme, die seit Jahrzehnten in der Storchengasse existieren, überhaupt nicht in ihre Überlegungen mit aufgenommen. An den Menschen vorbei wurde hier etwas beschlossen. Zum Glück ist das begonnene Verfahren weder abgeschlossen noch entschieden. Der Gemeinderat muss die Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern und von den betroffenen Fachbehörden für Verkehrswesen, Umweltschutz, Abwasser, Denkmalpflege, etc. beurteilen und erneut entscheiden, wie es weitergehen soll.

Was bereits feststeht ist, dass der artenschutzrechtliche Fachbeitrag, der für dieses Bauvorhaben erstellt wurde, mangelhaft ist. Eine erneute Begutachtung ist in Auftrag gegeben worden.

Die Probleme der engen Storchengasse, die schon seit langem bestehen, würden durch das Bauvorhaben drastisch erhöht werden:

1. Die vorhandene Tier- und Pflanzenwelt auf dem Privatgrundstück ist gefährden und würde zerstört werden. Davon betroffen ist auch die Pflanzen- und Tierwelt auf dem benachbarten alten Friedhof und dem Gelände um die historische Wehrkirche. Auch die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen werden davon in Mitleidenschaft gezogen.

2. Zerstört würde unwiederbringlich das historische Ortsbild – die alte Backsteinmauer. Ein Verbund zwischen altem Wehrhof und Privatgrundstück.

3. Das über 1500 Jahre alte keltische Gräberfeld würde für immer verschwinden.

4. Überlastet würden die Zu- und Abbringergassen: Schon jetzt sind Storchengasse, Mühlweg, Am Goldbach und Kirchstraße durch das hohe Verkehrsaufkommen überlastet. Die Breite der Gasse macht momentan die Durchfahrt für LKWs, Lieferanten- und Rettungsfahrzeuge sowie die Feuerwehr teils unmöglich.

5. Überlastet würden auch die Abwasser- und Kanalsysteme.

6. Massiv gefährdet würden durch das weitere Verkehrsaufkommen Familien mit ihren Kindern. Das unbefangene Aufhalten in den kleinen Gassen und Straßen wäre zukünftig nicht mehr möglich.

Der alte Ortskern mit seiner noch intakten, gewachsenen Pflanzen- und Tierwelt ist Teil der Einmaligkeit Undenheims. Undenheim ist bislang durch sein „Wachsen mit Augenmaß“ zum Aushängeschild für das ganze Selztal geworden. Die Erfolge im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bestätigen dies. Das alles zu zerstören und zu gefährden ist nicht zu verantworten.

Share by: